Einsame Bergfahrt und Hitzeschlacht in den Weinbergen - Bericht aus Mußbach
Geschrieben von: Marco Fusaro
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04. November 2010
Soeben hat uns ein Bericht von Volker Bingenheimer aus Mußbach erreicht, der zeigt, wie sehr Mensch und Material auch an der Weinstraße beansprucht wurden.
Schwüle Luft und unerbittlicher Sonnenschein verlangten den Tripost-Athleten beim Liga-Wettkampf in Mussbach alles ab. Vor allem die Laufstrecke ohne einen einzigen Meter Schatten zehrte an den Kräften.
13 Tripostler waren in die Pfalz gefahren, um den ersten richtigen Triathlon der Liga zu bestreiten. Nach Gewitterregen und Hagel im Vorjahr war diesmal mit strahlend blauem Himmel und Temperaturen um die 30 Grad das andere Extrem dran. Die Fan-Unterstützung war klein aber oho: Markus Gorski aus Köln feuerte alles an, was im Tripost-Anzug schwamm, fuhr und lief, und betätigte sich nebenbei als Fotograf und Gepäckträger.
Masters und Privatstarter schlugen sich wacker. Bei den Damen starteten Karin Lellig und Natalie Weides mit sehr hohem Schwimmtempo und stiegen als Duo aus dem Becken.
Die erste Mannschaft war ohne die Promis Marc und Sebastian, dafür aber mit den Youngstern Philipp Werland und Alexander Vanck angetreten, der seine Premiere auf der Kurzdistanz gab. Doch schnell merkten alle Beteiligten, dass in der 1. RTV-Liga ein rauer Wind weht. Die Konkurrenz war verdammt schnell, so dass die langsameren Tripost-Schwimmer die Hälfte der Radstrecke bis hoch zur Kalmit (650 m) in völliger Einsamkeit abfahren durften.
Auf der Laufstrecke stellte die Hitze die Kondition der Athleten auf eine harte Probe, so dass sich für alle die Laufzeiten in die Länge zogen. Andy Marquitz musste wegen einer nicht auskurierten Erkältung aussteigen. Nur die bärenstarken Leistungen von Philipp Werland und Markus Quirin bewahrten die Herren-Mannschaft nach Mainz vor einem weiteren Punkte-Desaster. Tripost 1 schaffte es immerhin, als zweite Mannschaft der Liga (von hinten wohlgemerkt) aus dem Wettkampf zu gehen.
Der Blick auf die Tabelle bleibt ernüchternd: Sowohl Herren, Damen als auch Masters belegen den letzten Platz. Das muss sich bald ändern!
Kleine Anekdote am Rande:
Vor lauter Aufregung verschusselte es Philipp, vor dem Rennen seine Laufschuhe in den dafür vorgesehenen Beutel zu stecken. Glück für ihn: In der zweiten Wechselzone warf ihm Volker Adrian seine gerade benutzten Laufschuhe zu. Das Material wurde also voll ausgenutzt.